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Museumsschiff "Elbe 1"

Als dem Verein für ehemalige WS-Barkassen e.V. im Herbst 1995 bekannt wurde, dass die  „Wasserschutzpolizei 3" außer Dienst gestellt und versteigert werden sollte, entstand der Wunsch, dieses Schiff mit seiner eleganten und doch zweckmäßigen Form möglichst im Originalzustand als Museumsschiff zu erhalten. Grundlage unserer Bemühungen war das Ziel, das Schiff in das Eigentum des MUSEUM DER ARBEIT zu überführen und es als Dauerleihgabe zu übernehmen. Mit der Museumsbarkasse „Alfred Wachholz" hatten wir bereits unter Beweis gestellt, dass diese Form der Zusammenarbeit  erfolgreich sein kann.

Angesichts der zu erwartenden Kosten für die Erhaltung und den Betrieb dieses Schiffes mussten Behörden und die Verantwortlichen des MUSEUM DER ARBEIT überzeugt werden, dass wir in der Läge wären, dieses maritime Juwel als Museumsschiff zu erhalten. Selbst im Museum waren deutlich Widerstände zu spüren, obwohl das finanzielle Risiko ausschließlich durch unseren Verein zu tragen war. Der Widerstand gegen unser Projekt wirkte sich auch auf die beteiligten Behörden aus und hätte die Übernahme des Schiffes verhindert, wenn uns nicht der Polizeiverein Hamburg e.V., besonders dessen Vorsitzender, Staatsrat Dirk Reimers, unterstützt hätten. In sehr langen und zähen Verhandlungen gelang es ihm, sowohl die zuständigen Behörden zu überzeugen, dass die Erhaltung dieses Küstenstreifenbootes als Museumsschiff nicht nur für die Polizei, sondern auch hinsichtlich der Steigerung der Attraktivität des Hamburger Hafens für den Tourismus ein durchaus lohnendes Ziel sei.

Die finanzielle Abwicklung der Übernahme gestaltete sich ebenfalls sehr schwierig, weil das laufende Versteigerungsverfahren zunächst ein Hindernis darstellte. Ferner mussten die Bundesländer Niedersachsen und Schleswig-Holstein entsprechend dem Elbe-Abkommen abgefunden werden. Darüber hinaus wollte die Finanzbehörde nicht auf einen Erlös aus der Übernahme verzichten, obwohl das Schiff auch weiterhin im Eigentum der Stadt blieb und nur von der Innen- in die Kulturbehörde wechselte. So dauerten die überaus langwierigen Verhandlungen zur Übernahme der „WS 3" bis in den Sommer 1997. Der Verein hat die Mittel für die Abfindung der anderen Bundesländer und damit den höchsten finanziellen Anteil an den Gesamtkosten übernehmen müssen. Sehr dankbar sind wir dem Polizeiverein Hamburg e.V. für seinen beachtlichen finanziellen Beitrag sowie der Kulturbehörde für die Übernahme der Restsumme der geforderten Kosten.

In der Zeit von seiner Außerdienststellung am 01.09.1996 bis zum Sommer 1997 lag das Schiff an der Pontonanlage Entenwerder der Landespolizeiverwaltung (LPV 24). Am 1. Juli 1997 konnten wir das Schiff endlich übernehmen und zu seinem vorübergehenden Liegeplatz Steendieckkanal (Finkenwerder) überführen. Mit großem Engagement haben die ehrenamtlich tätigen Vereinsmitglieder nach der recht langen Liegezeit die Technik des Schiffes überholt und vor allem den optischen Eindruck verbessert. An der Überseebrücke konnten wir am 30. August 1997 unter Anteilnahme vieler Gäste dieses schöne Schiff auf den Namen „Elbe 1" taufen. Als Namen haben wir aufgrund der Erfahrungen mit dem Namen unserer Barkasse den ursprünglichen Polizeifunk-Rufnamen „Elbe 1" gewählt.

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